Skifreizeit 2014

Der tägliche Wahnsinn eines Jungscharskifreizeitmitarbeiters

6:45 Uhr: Der Wecker klingelt und man muss wieder einmal feststellen, dass man noch müde ist und nimmt sich gleich mal vor am Abend etwas früher ins Bett zu gehen.

7:00 Uhr: Nach einer schnellen Runde Waschen und Zähneputzen sitzen die Mitarbeiter gemütlich bei einer Tasse Kaffee und einem kleinen Morgenimpuls zusammen und genießen nochmals gemeinsam die Ruhe solange die Kids noch schlafen.

7:30 Uhr: Die Musik ertönt und dröhnt durchs ganze Haus, sodass nun auch jeder Teilnehmer erkennen muss, dass die Nacht vorüber ist. Der erste Mitarbeiter macht sich mit ein paar wenigen begeisterten Teilnehmern auf den Weg zum Bauer um die Milch zu holen.

8:00 Uhr: Nachdem sich jetzt alle Teilnehmer gewaschen haben und der Küchendienst den Frühstückstisch gedeckt hat, treffen wir uns zu unserer Morgenwache, wo wir einen „Berg der Bibel“ und seine Geschichte dazu kennenlernen durften, bevor es dann direkt zum Frühstücken geht.

8:35 Uhr: Das Frühstück wird beendet, die Skigruppen für den Tag sind bekannt und schon stürmen die Teilnehmer, mehr oder weniger begeistert los, den Tisch abzuräumen und sich für die Piste zu richten.

9:13 Uhr: Wieso habe ich als Miterbeiter immer noch 2 Skipässe für die Teilnehmer, wer hat wieder vergessen einen abzuholen? Doch auch dieses Problem ist schnell gelöst, es sind mal wieder die üblichen Bekannten, die’s vergessen haben.

9:15 Uhr: Super wieder einmal geschafft, jeder hat ein Vesper und etwas zu trinken dabei und es kann mit dem Skibus zur Gondel gehen.

10:00 Uhr: Die Piste ruft, doch stopp! Bevor es in unseren Kleingruppen mit je zwei oder drei Mitarbeitern los geht wärmen wir uns bei einer Runde Laurenzia auf.

10:10 Uhr: Endlich kann es losgehen, der erste Teil des Skitages beginnt.

11:28 Uhr: Wieder fährt der Lift für uns einen gang langsamer, vielleicht sollte man sich beim Einsteigen nur auf den Lift konzentrieren und nicht noch nach den Hinterleuten schauen oder mit seinem Liftpartner quatsch machen.

11:42 Uhr: Manche Teilnehmer muss man ab und an auch einmal sagen, dass sie nicht mehr so viel quatsch auf der Piste machen können, da es auch gefährlich ist.

11:45 Uhr: Die haben wohl wieder einmal nicht zugehört, dann müssen sie jetzt eben ein kleines Stück zu Fuß die Piste hinuntergehen, aber dafür lernt man so auch schnell wieder das Zuhören.

12:00 Uhr: geschafft endlich Mittagspause, wir treffen uns alle gemeinsam auf der Sonnenterasse und genießen unser mitgebrachtes Vesper und den leckeren Punsch von der Küche. Naja auch hier kennen wir unsere Kandidaten, welche ganz verwundert feststellen müssen, wieder einmal kein Vesper dabei zu haben. Aber kein Problem! Wir sind auch auf solche Fälle vorbereitet.

12:30 Uhr: Nach einer kurzen Pause geht es wieder ab auf die Piste, da denkt man sich nur, warum kann man die Sonne nicht genießen?

14:19 Uhr: Wieder einmal darf der Lift für uns anhalten, man merkt wie die Kräfte schwinden, und selbst das Aussteigen aus dem Lift geht nicht mehr ohne Sturz. Doch auch diese Hürde haben wir gemeinsam gemeistert.

15:15 Uhr: Die letzte Fahr soll ja immer die gefährlichste sein, weil man da oftmals nicht mehr genügend Kraft hat, um sicher ins Tal zu kommen. Da bin ich ja froh, dass wir diese Fahrt mangels Schnee im Tal mit der Gondelbahn genießen konnten.

16:30 Uhr: Der Duft von frisch gekochtem Kaffee und leckeren Kuchen (nochmals ein dickes Dankeschön an die Eltern!) dringt durchs Berghaus. Wir sitzen gemeinsam zusammen und erzählen von einem wunderschönen Skitag.

17:00 Uhr: In der Küche geht es wieder heiß her: Gemüse muss geschnitten, Fleisch angebraten oder ein leckerer Nachtisch vorbereitet werden. Wie gut, dass da unser Küchenteam den Überblick behält und auch für die Teilnehmer, die gerne mithelfen möchten, eine Aufgabe finden.

17:15 Uhr: Alle sind geduscht und es finden sich auch heute wieder einige begeisterte Teilnehmer zur Bibellese in der Diele ein, die restlichen Teilnehmer gönnen sich einen wohl verdienten Mittagsschlaf oder spielen verschiedene Gesellschaftsspiele im Aufenthaltsraum.

18:00 Uhr: Die unangenehmste aber dringend nötige Aufgabe des Tages steht an: Die Waschräume und WCs müssen wieder gereinigt werden. Wie gut, dass es Handschuhe gibt, Mitarbeiter die einem erklären was und wie man putzen muss und vor allem auch selber noch mithelfen.

18:15 Uhr: Die Küche wäre soweit mit dem Essen, nur der Küchendienst hat die Tische noch nicht gedeckt und die Putzkolonnen sind auch noch nicht fertig.

18:30 Uhr: Die Mägen sind leer die Töpfe sind voll. Hoffentlich ist das nach dem Essen anders, sodass die Töpfe leer und die Mägen voll sind.

18:50 Uhr: Der Lärmpegel steigt wieder an, dann sind wohl alle wieder satt. Aber wieso sind die Töpfe noch nicht leer? Dann beenden wir lieber einmal das Abendessen, sodass jeder die Zeit bis zum Abendprogramm selber frei gestalten kann.

19:30 Uhr: Schnell noch den Bauchladen aufräumen und die letzten Unklarheiten für das Abendprogramm beseitigen und dann geht’s gleich auch schon los!

19:45Uhr: Nachdem alle satt sind, das Geschirr vom Abendessen gespült ist, treffen wir uns in der Diele, um gemeinsam weitere „Berge der Bibel“ kennen zu lernen oder aber um ein gemeinsames Hausspiel oder einen Casinoabend zu erleben. Natürlich dürfen hier auch die Bilder des Tages und das gemeinsame Singen zu kurz kommen.

21:37 Uhr: Nein, wieder überzogen, jetzt müssen die Teilnehmer aber schnell noch Zähne putzen gehen bevor dann die Mitarbeiter ausschwärmen, um den Tag in den Zimmern zu beenden und allen eine gute und erholsame Nacht zu wünschen.

22:10 Uhr: Die Verspätung beim Abendprogramm lässt sich nicht mehr aufholen, aber trotzdem sind wir Mitarbeiter froh, die Teilnehmer wohlbehütet, zufrieden und glücklich in den Betten zu wissen.

22:11 Uhr: Für uns ist der Tag leider noch nicht ganz zu ende. Jetzt besprechen wir noch gemeinsam in aller Ruhe den vergangenen Tag und was der nächste Tag uns bringen mag.

23:05 Uhr: Geschafft, die Sitzung ist beendet jetzt noch die restlichen Materialien für den morgigen Tag vorbereiten und dann einfach die Ruhe genießen, solange niemand nach einem schreit.

 38 Teilnehmer und 11 Mitarbeiter hatten vom 1. bis 6. Januar 2014 einige erlebnisreiche Tage in unserem Berghaus in Mittelberg. Unter dem Motto „Berge der Bibel“ stiegen wir ein in die Themen „10 Gebote“, „Arche Noah“ und „Abrahams Gehorsam“ und lernten dabei Berge kennen, die wir im Kleinwalsertal nicht finden konnten.

Ob bei einem Pistenspiel die entlaufenen Tiere der Arche wieder eingesammelt werden mussten oder wir bei einer Hausrallye die Ausrüstung für eine aufregende Bergexpedition erspielten – wir hatten unseren Spaß!

Trotz Schneemangel. Wie geplant, konnten wir an allen 4 geplanten Skitagen auf die Piste, sodass jeder auf seine Kosten kam. Abgerundet wurde die Freizeit mit einem Besuch im hauseigenen Casino, bei dem das Glück ab und zu auch seine Seiten wechselte.

Wir blicken auf eine schöne und gesegnete Freizeit zurück und danken unserem Herrn Jesus für die Bewahrung und die vielen schönen Erlebnisse.