Die Geschichte des CVJM-Dettingen an der Erms

Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. So fängt das Evangelium des Johannes an und so könnte man auch den Beginn des CVJM Dettingen überschreiben.

An einem Donnerstag im Jahre 1862 in der Stube des kleinen Häuschens der Witwe Gönninger auf dem Kegelwasen, trafen sich einige junge Männer, um in der Bibel zu lesen und darüber zu reden. Pfarrer Kapf half ihnen dabei und sie entdeckten etwas von dem lebensschaffenden Wort Gottes, das seine Kraft auch heute noch hat. Sie wurden von ihm gepackt und forschten weiter, weil sie sich als die Adressaten dieser Botschaft erkannten. Das blieb auch in den folgenden Jahren ihr Anliegen. Es kamen andere hinzu und aus den 10 bis 15 jungen Männern entwuchsen im Laufe der Zeit drei Missionsschüler und drei Missionare, die Ernst machten mit der Nachfolge Jesu Christi.

  • Erscheint im Gemeindeblatt eine erste schriftliche Eintragung über einen Jünglingsverein, der sein Jahresfest feiert. Dabei wird auch berichtet, dass Freunde aus Neuhausen und Neuffen dazugestoßen seien.

  • Der Verein gibt sich die ersten Statuten und nach Wegzug von Pfarrer Kapf wird Drechslermeister Jakob Beck erster Laienvorstand des Vereins, der guten Zulauf hat und stetig wächst.

  • Nach einer Phase der Gewöhnung tritt eine Stagnation ein und die Zahl der Bibelabendbesucher nimmt ab. Das ist die erste Krise des jungen Vereins, die einige Jahre anhält und mit der Treue zum Besuch des Bibelabends zusammenhängt.

  • Mit Vikar Schober schenkt Gott neuen Ansporn und Kraft. Die Mitgliederzahlen steigen wieder und neues Leben zieht ein. Ab jetzt wird auch ein Protokollbuch geführt. Neue Vorstände sind jetzt Karl Wurster und danach Stephan Wurster.

  • 1893 Beginnt man wieder mit einem Singchor, der in den Krisenjahren eingegangen ist.

  • Eine ältere Abteilung sondert sich ab, welche sich zum ersten Mal den Namen CVJM gibt; damals zieht auch Pfarrer Langbein aus.  

  • Das Gönneringsche Haus wird zu klein und der Verein zieht um zu Witwe Müller in die Langgasse 32. Doch schon ein Jahr später findet man bei Familie Trost bei der oberen Mühle einen noch etwas größeren Raum. Doch als die bürgerliche Gemeinde freundlicherweise in der Hindenburgschule die Benutzung der Räumlichkeiten anbietet, sind vorerst die Platzprobleme gelöst.

  • Auf die Inspiration einiger Vereinsmitglieder, die beim Bundesfest waren, wird ein Posaunenchor gegründet.

  • Pfarrer Heim kommt nach Dettingen. Er bringt neue Impulse mit und ändert die Arbeit in eine Betreuung der Mitglieder nach Leib, Seele und Geist um. Mit ihm wird auch die Sportarbeit eingeführt. Der junge Posaunenchor bekommt die ehrenvolle Aufgabe, den zweiten Landesposaunentag von Württemberg durchzuführen. Das Lied ‚Komm zu dem Heiland‘ erhält dabei den Untertitel Calverbühlesmarsch.