Beim Klabautermann! – Sommerferien
programm 2018

Am Montag, 30. Juli 2018 wurden gegen 14 Uhr etwa 115 Kinder und 40 Mitarbeiter vor dem CVJM-Gartenheim von Käpt’n Snake und seiner Mannschaft auf die ›Deadly Reef‹ entführt. Auf dem riesigen Schiff trafen die entführten Kinder auf andere Gefangene, wie zum Beispiel Swantje, Lasse und Paulus, welcher die ganze Woche durch seine Geschichten und Erfahrungen allen Gefangenen Mut machte.
So auch direkt nach der Entführung. Während einige Entführungsopfer noch verängstigt waren, munterte sie Paulus auf und erklärte ihnen, dass sie, wenn sie sich für ein Leben mit Gott entscheiden, keine Angst zu haben brauchen. Nicht einmal vor dem angsteinflößenden Käpt’n Snake.

Nach der anschließenden Einführung ins Piraten-Leben, dem Kennenlernen der Crew und der restlichen Gefangenen, wurden die entführten Kinder in zehn verschiedene Piratengruppen eingeteilt. Diese Gruppen kämpften fortan nicht nur ums Überleben, sondern auch um die Gunst des Käpt’n Snakes.
Die erste Piraten-Prüfung bestand darin, sich besser kennen zu lernen. Ganz nach dem Motto »Einer für alle – und alle für einen« entwickelten die Gruppen bei zehn Erlebnispädagogischen Spielen Teamgeist und Zusammenhalt.

Nachdem die Piratenkinder nach einer Nacht an Land dienstags wieder zurück an Bord der ›Deadly Reef‹ waren, gab es den ersten großen Streit an Bord. Der Käpt’n, ein alter Besserwisser, glaubte dem Ausgucker nicht, dass ein feindliches Schiff die ›Deadly Reef‹ verfolgte. Diese Situation erinnerte Paulus an einen Aufstand in Ephesus. Damals zettelten die Handwerker von Ephesus einen Aufstand gegen die Christen an, da sie ihr Geld mit dem Verkauf von Götzenfiguren verdienten. Paulus betonte hier, wie wichtig es sei, nur einen Gott zu ehren.
Doch dann stand die nächste große Herausforderung bevor. Die Kinder mussten ein großes Justiz-Irrtum richtigstellen. Denn kurz nach dem damaligen Aufstand, wurde Paulus verdächtigt, die Frau des Gold- und Silberschmieds entführt zu haben. Die Unschuld Paulus’ war bis zu diesem Tag noch nicht bewiesen. Dies nahmen sich die Piratengruppen zur heutigen Aufgabe. Hierzu sammelten sie bei verschiedenen zwielichtigen Gestalten Informationen zum wahren Täter. Leider waren diese sehr geschäftstüchtig, sodass die Piratengruppen vor dem Erwerb der Informationen Kupfermünzen verdienen mussten. Dies geschah an neun verschiedenen Stationen. Hierbei wurde von den Piratengruppen bei Stationen, wie Kistenstapeln, Auto ziehen, Münzen vergolden und einem riesen Make’n Break bei knapp 40° Celcius alles abverlangt.

Am Mittwoch, bestellte der Käpt’n seine Crew bereits morgens um 10:00 Uhr auf die ›Deadly Reef‹, denn ein großer Sturm ist aufgezogen und die ›Deadly Reef‹ war mitten drin. In dieser ausweglosen Situation, waren alle froh, dass Paulus mit an Bord war und ihnen Mut machte. Er berichtete beispielsweise von einer ausweglosen Situation seines Lebens. Damals saß er mit seinem Freund Silas im Gefängnis. Die Beiden wusste nicht, wann und ob sie jemals wieder freikommen würden, doch »Jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.« (Römer 10,13) und so war es auch bei den Freunden Paulus und Silas. Nachdem der Sturm nachgelassen hatte, bekamen die Piratengruppen eine neue Tagesaufgabe. Ziel war es Käpt’n Snake dabei zu helfen, der reichste Pirat der Welt zu werden. Hierzu bekamen die zehn Gruppen verschiedene Aufträge. An 11 spannenden Stationen konnten Güter, wie Stoff, Rum oder Gewürze, die die Gruppen für den Abschluss des jeweiligen Auftrags benötigten, erspielt werden. Die Piratengruppen mussten ihr Können unter anderem in den Disziplinen Zielkanonenschießen, Segel hissen, Handkurbelfortbewegungsmittel fahren, Lianen schwingen, Fass rollen und Ankerzielwurf unter Beweis stellen. Nebenbei durften die Gruppen auch gegeneinander um ihre erspielten Güter kämpfen.
Am Ende dieses anstrengenden Tages gönnten sich alle Piraten eine Erfrischung auf der Wasserrutsche.

Nach drei harten und anstrengenden Tagen voller Landkämpfe und Hitze, gönnte Käpt’n Snake allen Piraten am Donnerstag einen Erholungstag. Grund hierfür war wahrscheinlich, dass die ›Deadly Reef‹ orientierungslos auf hoher See herumschipperte. Auch in diesem Augenblick fiel Paulus eine passende Geschichte aus seinem Leben ein, denn auch er wusste nicht immer, welche Aufgabe Gott für ihn hat. So zeigte eine Begegnung mit einer fremden Stoffhändlerin, dass Gott durch Zeichen Herzen öffnen kann. Nachdem Paulus von seiner Begegnung mit der Stoffhändlerin Lydia berichtete, nahmen die Piraten dies zum Anlass, Stoffbeutel im Piratenlook zu gestalten. Nach dieser hochkreativen Arbeit, belohnten sie sich mit der legendären SoFe-Wasserrutsche, einem leckeren Eis und vielen schönen Spielen.

Da Käpt’n Snake noch immer von den erfolgreichen letzten Tagen beflügelt war, erlaubte er ein paar besonders fleißigen Piraten über Nacht an Bord der ›Deadly Reef‹ zu bleiben. Allerdings mussten diese sich zuerst ihre Nahrungsmittel erspielen, um dann gemeinsam eine Lagerpfanne zu kochen. Frisch gestärkt machten sie sich auf, um ihr Nachtquartier aufzubauen. Wie es sich für wahre Piraten gehört, enterten sie vor dem Schlafen noch ein feindliches Schiff bei capture the flag. Nachdem die Piraten große Beute gemacht haben, spendierte der Käpt’n allen Waffeln und Punsch zur Piratenstärkung und auch die Piratenband spielte noch einmal ihre größten Hits.

Der Freitag begann mit einem großen Schock. Die ›Deadly Reef‹ war kurz vor dem Kentern. Die Matrosen waren schon drauf und dran sich aus dem Staub zu machen, doch den Piratengruppen gelang es alle Matrosen in Dettingen bei 12 Glücksspielen wieder einzufangen, sodass diese das Schiff heil und sicher zum Anlegeplatz der Stiftskirche steuern konnten. Auch diese Begebenheit kam Paulus bekannt vor und er erzählte, wie auch er einmal in Schiffsnot gekommen war.
An der Stiftskirche angekommen, berichtete Paulus vom Ausgang seiner Geschichte, denn mit dem Vertrauen auf Gott, wurde damals alles gut.
Bei einem gemeinsamen Gottesdienst beschloss Käpt’n Snake nach einer solch erfolgreichen Woche alle Kinder frei zu lassen und in Piratenruhestand zu gehen.
Eindrucksvolle 5 Tage unter dem Motto Piraten, Pech und Paulus gingen so zu Ende.

Hat dir das Sommerferienprogramm Spaß gemacht? Möchtest du nicht bis nächstes Jahr warten? Dann komm in eine der zahlreichen Jungscharen des CVJM Dettingen oder in eine der Kinderkirchen. Wir freuen uns auf dich! Bei Fragen kannst du dich gerne an unsere Kommodore Judith Heinrich wenden oder die Informationen auf der Homepage des CVJM Dettingen zu Rate ziehen.

Eine Bildergalerie mit Eindrücken vom SoFe gibts HIER.