Herzlich willkommen Andy!

Am Mittwoch, den 7. Januar 2015, war ein ganz besonderer Tag für unseren CVJM.
Andy Kögl, unser Jugendmissionar, bezog sein neues Büro im CVJM- und Gemeindehaus!

Um ihn besser kennen zu lernen und heraus zu finden wie Andy „tickt“, haben wir ihm ein paar Fragen gestellt:

Hallo Andy! Erstmal herzlich willkommen in unserem CVJM!
Heute beginnst Du Deinen Dienst in Dettingen. Wie geht`s Dir gerade?

Ich bin natürlich schon extrem gespannt, was Gott mit uns in den nächsten Wochen und Monaten vorhat. Wenn ich „uns“ sage, dann meine ich, dass ich als Jugendmissionar diesen neuen Weg in Dettingen nicht alleine gehe, sondern ihn mit dem CVJM gemeinsam wage. Zusätzlich unterstützt mich dabei ein extra dafür gebildeter Arbeitsausschuss. Ich bin also nicht nur gespannt, was Gott tun wird, sondern ich bin auch entspannt, weil ich weiß, dass Gott uns in diesem Abenteuer nicht alleine lässt. Das haben wir bereits in den vergangenen Monaten erleben.

Du hast als Missionar schon in Europa und Afrika gearbeitet. Was verschlägt Dich jetzt ausgerechnet nach Dettingen?

Ich treffe die bewusste Entscheidung, meine Arbeit für und mit Gott nicht von Örtlichkeiten abhängig zu machen. Wenn Gott mein Herz für eine Aufgabe begeistert, wird er auch eine Möglichkeit schaffen, meinem Herz darin ein Zuhause zu geben. Daran glaube ich.

Ich bewege mich ehrlich gesagt gerne außerhalb meiner eigenen Komfort-Zone. Das fordert mich unheimlich heraus und bringt mich immer wieder an das ein oder andere Limit! Doch genau dort erlebe ich Gott. Dort, wo meine Fähigkeiten und Kenntnisse aufhören, bin ich ernsthaft von Gott abhängig. Das habe ich in vielen schönen und auch schmerzhaften Augenblicken erleben dürfen.

Egal, ob in einer kenianischen Berufsschule an der somalischen Grenze, während eines Vortrages in einem Altersheim in der Schweiz, in einer Kinder- und Jugendstunde im französischen Lyon oder in einem kleinen Ort namens Dettingen. Gottes Liebe ist weltweit die Gleiche. Jeder Mensch braucht Jesus Christus. Das treibt mich an und heute führt mich das nach Dettingen.

Was erhoffst Du Dir für Deine Arbeit? Was sind Deine Erwartungen?

Alle Menschen werden als Originale geboren. Die meisten von ihnen sterben als Kopien.

Jeder Jugendliche stolpert früher oder später über folgende drei Fragen: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Und was zum Geier tue ich hier eigentlich? Er stellt sich Fragen über seine Bestimmung, seine Identität und seinen Wert als Mensch. In der Bibel gibt Gott Antworten auf diese lebenswichtigen Fragen. In mir entfachen sie einen Glauben der bewegt, eine Liebe die ermutigt und eine Hoffnung die befreit.

Diese fragenden Jugendlichen gibt es auch in Dettingen. Ich will sie finden und mit ihnen zusammen Jesus Christus entdecken, der großen Wert darauf legt, dass sie nicht als Kopien sondern als Originale leben. Ich erwarte also, dass Gott mich mit allem versorgen wird, was ich für diese großartige Aufgabe benötige.

Hast Du ein Vorbild im Glauben?

Manchen Missionaren, Predigern und Pastoren fällt es schwer, sich sonntags von der erhöhten Predigtkanzel zu seinen Zuhörern hinunter zu beugen, um ihnen demütig die Füße zu waschen.

Ich bekomme immer mehr die Chance und die Möglichkeit, vor anderen Menschen über Jesus Christus zu sprechen. Das ist toll, aber birgt auch seine Herausforderungen. Deshalb lese und höre ich sehr viel von erfahrenen Pastoren und Predigern. Darunter ist auch Rick Warren. Trotz seiner Popularität als Pastor, Autor und Referent wirkt er nicht überheblich, abgehoben oder präsentiert sich heiliger. Er ist ganz Mensch. Das gefällt mir und darin ist er mir ein großes Vorbild. Rick Warren erinnert mich mit seiner Art daran, dass ich mich als Mann Gottes absolut verletzbar und angreifbar machen darf, weil ich in Jesus Christus Heilung erfahre.

Du bist sportlich aktiv im Skateboardteam von „SRSteamextreme“. Was tust Du sonst noch gerne in Deiner Freizeit?

Ich liebe es Sport zu machen. Ich bin auch unheimlich gerne draußen unterwegs. Die Natur ist für mich ein absoluter Magnet. Ich erobere spontan auch gerne mal eine mir fremde Stadt. Dann packe ich meinen Rucksack, biege aus der Haustüre raus und ziehe über ein Wochenende einfach los. Das Beste dabei ist, mich von Unerwartetem überraschen zu lassen.

Eine meiner größten Leidenschaften ist wohl aber das Lesen klassischer Literatur. Die meisten meiner Freunde empfinden das als absoluten Stilbruch zu meiner sonstigen Art, wenn sie mich mit Leo Tolstoi, Charles Dickens oder Theodor Fontane in der Hand erwischen. Aber ich liebe es.  Bücher drängen einen nicht sie lesen zu müssen und sie können schweigen. Eine gelungene Abwechslung in unserem oftmals stressigen und hektischen Alltag.

Worüber hast Du in letzter Zeit so richtig gelacht?

Über meine jüngste Nichte, die gerade einmal fünf Monate alt ist habe ich kürzlich sehr gelacht. Ich habe ihr vorgemacht, wie ein Indianer ruft. Nach einigen Vorführungen an meinem Mund habe ich es dann an ihrem Mund versucht, in der Hoffnung, dass auch sie einen Ton singt. Und schon beim ersten Versuch war ein neuer Indianer geboren.

Ich hatte vor Lachen Tränen in den Augen und war gleichzeitig fasziniert darüber, wie viel sie bereits versteht, wie schnell sie lernt und mit welcher Begeisterung sie ihr junges Leben lebt.

Mit wem würdest Du gerne einmal eine Woche tauschen – und sei es nur zum Spaß?

Dann würde ich gerne mit Martin Luther King tauschen wollen. Einfach nur, um vor einer Masse an Zuhörern meine Stimme aus den Lautsprechern mit den Worten „I have a dream“ dröhnen zu hören!

Vielen Dank für Deine offenen Antworten!
Wir wünschen Dir für Deinen Start und Deinen Dienst in Dettingen den Segen unseres Herrn.