Sommerferien-Programm 2019

Hausmeisterbericht zum Sommerferienprogramm 2019

Seit vielen Jahren putzt und schrubbt er bereits vor sich hin. Der berüchtigte Hausmeister der großen Pyramide am Gartenheim. Nun gab er beim diesjährigen Sommerferienprogramm vom 29. Juli bis zum 2. August knapp 120 Kindern einen exklusiven Einblick in sein Arbeits- und Privatleben. Vergangene Woche hatte unsere rasende Reporterin die Möglichkeit mit Herrn Hausmeister über seinen privaten Wandel, eine fürchterliche Entdeckung und prägende Tage mit vielen Kindern zu sprechen.

Herr Hausmeister, bereits montags machten sie eine fürchterliche Entdeckung. Sie fanden eine Mumie. War dieses Spektakel für die exklusiv in dieser Woche anwesenden Kinder inszeniert?

„Zunächst einmal muss ich klarstellen: Mir war nicht bewusst, dass in meiner Pyramide – in welcher ich mich seit Jahren für einen Hungerlohn abarbeite – eine Mumie lebt. Ich muss zugeben, dass ich wohl am Meisten erschrocken bin, als dieses weiße Etwas namens Karl vor mir stand und sich beschwerte, wieso wir seine Ruhe stören würden. Aber, wenn rund 120 Kinder zu Gast sind, ist an Schlaf nicht zu denken, da können sie alle Pyramidenmitarbeiter, die in dieser Woche im Einsatz waren, fragen. Und so ging es wohl auch Karl.“

Sie sprechen ihr geringes Gehalt an, kann es sein, dass sie unzufrieden sind?

„Unzufrieden würde ich es nicht nennen. Wissen sie, eigentlich macht mir die Arbeit unglaublich viel Spaß, doch meine Schwester arbeitet ebenfalls als Hausmeisterin und sie verdient viel mehr, als ich. Heute ist es ok für mich, doch als ich Karl kennenlernte, war ich definitiv neidisch auf sie. Als Karl das erkannte, begann er mir und den anwesenden Kindern die Geschichte von Josef zu erzählen, wie ein richtiger Profi, jeden Tag nur ein Stück, damit wir auch am nächsten Tag wieder kamen, um zu erfahren, wie es weiter gehen wird. Die Geschichte war wirklich unfassbar spannend, doch ich bekomme sie leider nicht mehr ganz zusammen, am besten die Leserinnen und Leser dieses Interviews nehmen sich die Bibel zur Hand und lesen selbst nochmals nach. Ich glaube es steht in 1. Mose 37-50. Was ich aber sagen kann: Am Schluss habe ich mich dank dieser Geschichte mit meiner Schwester vertragen und bin seither nicht mehr neidisch.“

Sie und die anderen Pyramidenmitarbeiter hatten in dieser Woche zahlreiche Kinder unter dem Motto »Skandal um Josef – Falsches Spiel am Nil« in ihre Pyramide geladen. Gab es auch noch anderes Programm, außer die beeindruckende Geschichte von Josef?

„Na logo. Beim Rahmenprogramm lassen wir uns doch nicht lumpen. Da ist wirklich alles geboten. Schon montags starteten wir mit verrückten Stationen, an denen sich die einzelnen Gruppen kennenlernten oder zum Beispiel eine Pyramide aus Bierdeckeln bauten, Fenster um die Wette putzen und vor allem eine Menge Spaß hatten.“

Nach so viel Spaß am Montag, ließen sie es dann bestimmt am Dienstag ruhiger angehen. Oder?

„Von wegen! Am Dienstag erhielten die einzelnen Gruppen den Auftrag, dass sie für den Pharao eine neue Pyramide bauen sollten. Doch keine Gruppe hatte Geld, um die Bauarbeiten voranzubringen. Also musste an zehn Stationen versucht werden Münzen zu erspielen. Mir persönlich gefiel das Wasserdüsen-Spiel am besten, da mussten die Gruppen in einem Wasserbad versuchen mit Hilfe eines Kärchers einen Ball ins Tor zu schießen. Da hatte ich als Hausmeister natürlich einen gewissen Vorteil. Aber auch die anderen Stationen waren nicht ohne. So gab es beispielsweise noch ein Gerüst mit Murmeln, ein ferngesteuertes Auto oder einen Schienentransport.
Nachdem wir dann alle – und meine Gruppe am Meisten – Geld erspielt hatten, gab es am Abend eine große Versteigerung des Auktionshauses Potifar. Herr und Frau Potifar versteigerten im Auftrag des Pharaos an den Höchstbietenden Gebiete, an denen wir am darauffolgenden Tag richtig abräumen konnten.
Ich war also schon ganz gespannt auf den Mittwoch und begann schon in der Nacht Pläne zu schmieden, wie meine Gruppe wohl am besten gewinnen könnte. Natürlich ohne zu beschummeln.
Ziel war es an diesem Tag, gemeinsam eine Pyramide für den Pharao zu bauen. Aber, da ich immer gewinnen will, gab es natürlich auch einen Sieger: Die Gruppe, die die meisten Pyramidensteine auf dem Gerüst anbrachte. Leider musste man jeden einzelnen Stein zunächst herstellen und dafür brauchte man Lehm, Wasser, Erz, Getreide und Holz. Diese Rohstoffe konnte man an verschiedenen Stationen erspielen und ich kann sagen: Das war eine Plagerei!“

Damit die Leserinnen und Leser eine Vorstellung davon haben, was für anstrengende Stationen gab es denn an diesem Mittwoch?

„Man musste beispielsweise Steine mit einem Kran transportieren, in einem Hamsterrad laufen, sich durch ein Spinnennetz im Wald quälen – und das ist für einen alten Hausmeister, wie mich gar nicht so einfach – Kisten mit einer Seilbahn transportieren, eine Fassrolle anschieben und vieles mehr. Das war wirklich anstrengend, bedenken sie, dass wir am Mittwoch bereits um zehn Uhr in der Pyramide waren. Zum Glück sorgten die besten Pyramidenmitarbeiter für eine Pizza, damit sich die Kinder – und vor allem auch ich mich – richtig stärken konnte(n).
Da war ich wirklich froh, dass wir uns am Donnerstag etwas ausruhen konnten. Bei einer filigranen Bastelarbeit konnte ich dann meine sensible, künstlerische Seite zeigen und jeder der Kinder baute sich einen Soma-Würfel. Ich hoffe die Kinder haben es mittlerer Weile geschafft ihn zusammen zu bauen. Ich scheitere leider noch heute.“

Nun war die Woche ja schon fast vorbei. Sie berichteten von einem Gottesdienst am Freitag?

„Ja genau, zum Abschluss feierten wir einen Gottesdienst mit allen Eltern und jedem aus der Gemeinde, der sich traute vorbei zu kommen.
Aber das war noch lange nicht alles. Bevor wir in die Kirche gingen gab es eine kleine Pause und einen heißen Hund, äh Hotdog natürlich. Den hatten wir uns auch wirklich verdient, denn den ganzen Freitagnachmittag waren wir im Dorf unterwegs. Wir transportierten beispielsweise Wasser aus der Erms, kippten einen Anhänger mit Spritzpistolen, absolvierten blind einen Parcours, suchten einen reisenden Händler und befreiten eingegipste Münzen mit einem Hammer. Das war wirklich ein großer Spaß.“

Nun haben sie von der ganzen Sommerferienwoche berichtet sowie von der Versöhnung mit ihrer Schwester. Doch was hat ihnen denn im Rückblick am Besten gefallen?

„Ich denke das war die Gemeinschaft. Zum einen unter den Pyramidenmitarbeitern, zum anderen in den einzelnen Gruppen oder wenn wirklich alle gemeinsam unser Sofe-Lied »Skandal um Josef« sangen, das war wirklich beeindruckend.“

Gibt es noch etwas, dass sie sagen möchten?

„Ja. Ich möchte mich zum einen bei den vielen Kinder bedanken: Toll, dass ihr da wart. Ohne euch hätte das Sofe keinen Spaß gemacht. Zum anderen möchte ich mich bei allen Eltern bedanken: Danke, dass sie uns ihre Kinder anvertraut haben. Und zu Letzt möchte ich allen Pyramidenmitarbeitern danken: Danke, dass ihr ein halbes Jahr solch ein tolles Programm vorbereitet habt. Vor euch ziehe ich echt meinen Hausmeisterhut.“

Dann bedanke ich mich für das Interview und ihr Engagement in der Pyramide Herr Hausmeister und hoffe, dass das nächste Sofe genauso wundervoll wird.
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